Neuauflage zu Patientenrechten und selbstbestimmtem Sterben (2012)

Wolfgang Putz / Beate Steldinger:

Patientenrechte am Ende des Lebens - Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Selbstbestimmtes Sterben

Vierte völlig überarbeitete Neuauflage, Beck-Rechtsberater im dtv:

http://www.beck-shop.de/Putz-Steldinger-Patientenrechte-Ende-Lebens/productview.aspx?product=8755892


Der Rechtsratgeber für die Praxis - für Kliniken, Ärzte, Pflegekräfte, Hospiz, Betreuer, Betreuungsrichter, Betroffene und deren Familien
Im Februar 2003 stellte die Erstauflage dieses Rechtsratgebers eine Provokation dar: ganz selbstverständlich beschreibt das Handbuch für die Praxis aus der bekannten Reihe des renommierten juristischen Verlages C.H.Beck/München die Patientenrechte auf ein selbstbestimmtes, würdiges Sterben: Einstellung der künstlichen Ernährung, Einstellung der Beatmung, Rechtswege zur Durchsetzung des Patientenwillens, Strategien und kommunikative Prozesse aber auch ethische und spirituelle Aspekte. Die Autoren beschrieben eine klare Rechtslage, obwohl damals höchstrichterliche Entscheidungen oder spezialgesetzliche Regelungen noch fehlten.

Bis zum Erscheinen der vierten Auflage 2012 haben Rechtsprechung und Bundestag durch höchstrichterliche Grundsatzentscheidungen und durch das Patientenverfügungsgesetz diese Rechtslage bestätigt und in Paragrafen gegossen. In der vierten Auflage erklären die bundesweit wohl praxiserfahrensten Autoren souverän die Umsetzung der Rechtslage. Das gilt ganz selbstverständlich für die Vorsorge durch Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung. Was das Buch aber weiterhin einzigartig macht, ist der Schwerpunkt des Umsetzens des Patientenwillens. "Sterben durchsetzen" ist trotz klarer Rechtslage immer noch weitverbreitet in Deutschland ein Tabu. Die emotionalen Widerstände, etwa einen Wachkomapatienten nach seinem Willen durch Beendigung von Sondenernährung oder künstlicher Beatmung sterben zu lassen, sind immer noch weitverbreitet. Hier zeigen die Autoren nach über 300 betreuten Sterbemandaten, wie man ein selbstbestimmtes würdevolles Sterben gegen Widerstände aller Art und aus allen erdenklichen Richtungen mit den Instrumentarien des Rechts und mit viel taktischem Geschick und Empathie durchsetzen und zugleich begleiten kann.



Ratgeber


Was ist im Todesfall zu tun?

Durch den schmerzlichen Verlust eines geliebten Menschen müssen im Todesfall diverse Formalitäten erledigt werden. Meldungen bei Ärzten und Behörden sind dann nötig, die wichtigen Papiere und Dokumente des Verstorbenen müssen vorhanden sein.

Welches sind die ersten Schritte, wen müssen Sie benachrichtigen und welche Papiere und Dokumente sind nötig? All diese Punkte werden wir hier für Sie zusammengestellen.


Welche Dokumente erforderlich sind:

Bei einem Sterbefall müssen einige Dokumente kurzerhand zur Verfügung stehen.

Wichtige Dokumente sind:

  • Todesbescheinigung vom Hausarzt/Notarzt
  • Personalausweis des Verstorbenen
  • Versichertenkarte der Krankenkasse
  • Bestattungs-Vorsorgevertrag/Trauerfall-Vorsorgevertrag
  • weitere Versicherungsunterlagen

 

 

Zusätzlich - je nach Familienstand:

  • ledig: Geburtsurkunde, Stammbuch
  • verheiratet: Stammbuch oder Heiratsurkunde
  • geschieden: rechtskräftiges Scheidungsurteil und Heiratsurkunde oder Stammbuch
  • verwitwet: Stammbuch mit Sterbeeintrag des Ehepartners oder Heiratsurkunde und Sterbeurkunde des Ehepartners

Vorsorge ist Verantwortung in eigener Sache

Vorsorge für die eigene (oder einem nahe Stehenden) Bestattung zu treffen ist nie ganz leicht, wer beschäftigt sich schon gerne mit dem eigenen Tod oder dem seiner Angehörigen. Es gilt, diese natütliche innere Hürde zu überwinden.
Bitte denken Sie an Vorsorge, nutzen Sie zum Beispiel die Angebote von Sterbekassen. Hier die Angebote der BVaG.


BVaG



 

Lebensversicherung:

Jeder Fünfte ohne Absicherung der Hinterbliebenen

Veröffentlicht am: 14.11.2011 (Quelle: Versicherungsbote Verlag)

Viele Familien in Deutschland sind für den Todesfall des Hauptverdieners schlecht abgesichert: Jeder fünfte deutsche Familienvorstand verzichtet komplett auf die Absicherung seiner Angehörigen durch den Abschluss einer entsprechenden Versicherung.

Allein dadurch entsteht eine Absicherungslücke in der Bundesrepublik von hochgerechnet rund 235 Milliarden Euro. Aber selbst die Familien, die über eine entsprechende Police verfügen, haben mit im Schnitt rund 2,4 abgesicherten Bruttojahresgehältern einen zu geringen Risikoschutz. Das ergab eine repräsentative forsa-Befragung im Auftrag von Asstel, Direktversicherer der Gothaer, unter 1.022 deutschen Haushaltsvorständen mit mindestens einem Kind im Haushalt.

Natürlich beschäftigt sich niemand gerne mit dem Thema Tod. Dennoch sollten Familien zwingend für den Fall der Fälle vorsorgen und für eine entsprechende Absicherung der nächsten, meist finanziell abhängigen Angehörigen sorgen , erklärt Dr. Mathias Bühring-Uhle, Vorstand der Asstel Versicherungsgruppe. Ansonsten ist die Gefahr groß, dass die Verwandten durch den plötzlichen Tod in existenzielle Nöte geraten. Gerade wenn Kredite zum Beispiel für eine Immobilie abgezahlt werden müssen. Als Faustregel gilt, dass ungefähr drei bis fünf Bruttojahresgehälter des

Hauptverdieners abgesichert werden sollten. 68 Prozent der Befragten verfügen zwar über eine entsprechende Absicherung für den Todesfall, 50 Prozent der Deutschen haben aber weniger als drei Jahreseinkommen abgesichert. Im Schnitt würden die versicherten Familien nur rund 87.000 Euro ausgezahlt bekommen. Da das durchschnittliche Jahresbruttoeinkommen aller befragten Familienvorstände bei 38.200 Euro liegt, sollte die Versicherungssumme daher eigentlich zwischen

114.600 Euro (drei Jahresgehälter) und 191.000 Euro (fünf Jahresgehälter) liegen.

Unfallversicherung mit Todesfallleistung ist die beliebteste Police

Die am häufigsten genutzte Police zur Absicherung der Hinterbliebenen ist in Deutschland die Unfallversicherung mit Todesfallleistung. 54 Prozent der Befragten verfügen über diese Police. 46 Prozent haben eine Kapitallebens- und 39 Prozent eine Risikolebensversicherung abgeschlossen.

Mehrfachnennungen waren möglich und viele deutsche Familien schützen sich auch über mehrere Verträge. Mit immerhin 19 Prozent der Hauptverdiener in deutschen Familien verfügen hingegen sehr viele über gar keine Absicherung für den Todesfall. Ihre Angehörigen würden im Fall der Fälle zusätzlich zum großen menschlichen Verlust auch finanziell mit leeren Händen dastehen. Die nicht versicherten Befragten verdienen im Schnitt 25.800 Euro brutto pro Jahr. Eine optimale Absicherung von vier Jahresgehältern zu Grunde gelegt, ergibt sich damit auf die ganze Bundesrepublik hochgerechnet eine Versicherungslücke von knapp 235 Milliarden Euro.

Gerade die Jüngeren vernachlässigen die Absicherung

Besonders vernachlässigt wird die Absicherung in Deutschland gerade von den Jüngeren. Beispielsweise hat in der Altersklasse der 18- bis 34-Jährigen nur rund ein Viertel (27 Prozent) der Haushaltsvorstände eine Kapitallebensversicherung abgeschlossen. Bei den 45- bis 54-Jährigen sind es fast doppelt so viele (52 Prozent). Auch im Ost-West-Vergleich gibt es einen markanten Unterschied: In den neuen Bundesländern nehmen die Haushaltsvorstände das Thema Absicherung deutlich ernster. Während im Westen 20 Prozent der Befragten auf die Todesfallabsicherung komplett verzichten, sind es im Osten nur halb so viele (10 Prozent).


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